Speicherung im Langzeitgedächtnis

Um mit der Lernkartei eine Speicherung im Langzeitgedächtnis zu erreichen, sind zwischen dem Bearbeiten der Karteikarten Zeitabstände einzuhalten.

Ansicht einer geöffneten Lernkartei von der Seite
Fach 1 Fach 2 Fach 3 Fach 4 Fach 5
keine 1 - 2 Tage 2 - 3 Tage  1 - 2 Wochen  1 - 2 Monate

In den Fächern 1, 2 und 3 der Lernkartei können die Wörter täglich bearbeitet werden. In Fach 4 ruhen die Wörter dann 1-2 Wochen lang, in Fach 5 haben sie eine Pause von 1-2 Monaten. Durch diese zeitlich versetzten Wiederholungen wird die Speicherung im Langzeitgedächtnis gesichert.

Die angegebenen Zeitabstände wurden in der Praxis getestet. Abweichungen hiervon sind in Richtung von Verlängerungen unproblematisch. Man wird nicht immer am nächsten Tag weiterlernen können. Aber sehr kurze Verweildauern der Karteikarten sollten vermieden werden.

Wenn regelmäßig mit der Lernkartei geübt wird, dann werden die Karteikarten der ersten drei Fächer fast automatisch in den richtigen Zeitabständen wiederholt. Bei den Karteikarten im 4. und 5. Fach kann das Datum der Wiederholung auf der Rückseite der Karteikarte notiert werden.

Die Speicherung der meisten Schreibweisen erfolgt in den ersten drei Fächern. Im vierten und fünften Fach werden die Wörter dann in der Regel schon beherrscht.

Die Arbeit mit der Lernkartei beginnt deshalb grundsätzlich mit dem Lernen der Wörter aus den ersten Fächern. Damit die zu lernende Menge nicht zu groß wird, sollten in den ersten zwei Fächern nicht mehr als etwa 10-30 Kärtchen sein (je nach Alter und Leistungsvermögen der Schülerinnen und Schüler), im dritten Fach nicht mehr als etwa 20-40.